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PRESSE 2004  

 

Daniel Meech triumphiert in Malaysia
Gronauer Reiter gewinnt 5-Sterne-CSI in Kuala Lumpur / "Bislang größter Erfolg"

 
Gronau. Weiter auf der Erfolgswelle schwimmt der für den Turnierstall Klaas reitende Neuseeländer Daniel Meech mit seinem Olympiapferd Diagonal.
     Nach der bemerkenswerten Vorstellung im Finale der Olympischen Spiele in Athen und den guten Platzierungen beim CSI in Donaueschingen trat Meech am Wochenende die weite Reise nach Malaysia an, um an dem nach Calgary höchstdotierten Reitturnier der Welt teilzunehmen. Womit niemand gerechnet hatte: Meech siegte im "Großen Preis".
     Dank der exzellenten Leistungen der letzten Wochen erhielt er zu dem Turnier, das erst im vergangenen Jahr ins Leben gerufen worden war, eine persönliche Einladung.      Bereits am Freitag platzierte sich Meech mit Diagonal in einem Springen der "Großen Tour" nach nur einem Abwurf als Siebter und war deshalb automatisch für den "Großen Preis" qualifiziert.
Am Samstag ritt er nur sein zweites Pferd, Landettico. In einem Zeitspringen wurde Meech Neunter. Damit war der Neuseeländer sehr zufrieden, denn das Pferd war wegen einer Verletzung über ein halbes Jahr nicht im Sport tätig und kam jetzt das erste Mal wieder zum Einsatz.
     Im "Großen Preis" am Sonntag durften nur noch 25 qualifizierte Paare an den Start gehen. Diagonal präsentierte sich in einer Spitzenform und meisterte den schweren Parcours mit Leichtigkeit ohne Fehler. Dies gelang jedoch weiteren 10 Paaren.
Im Stechen ging Diagonal als siebter Reiter an den Start.

 
Nach einer blitzsauberen Runde blieb die Uhr nach 39,83 Sekunden stehen - das bedeutete die Führung. Nun ging das Zittern los, es folgten noch namhafte Reiter. So zum Beispiel der Niederländer Jan Tops. Der blieb zwar auch ohne Fehler, war aber fast fünf Sekunden langsamer als Meech. Was würden der Belgier Dirk Demeersman und der Deutsche René Tebbel , die immer für eine schnelle Runde gut sind, machen? Doch auch diese beiden kassierten je einen Abwurf, so dass sich Meech auf Diagonal als Gewinner des 5-Sterne-CSI von Kuala Lumpur feiern lassen durfte. Dieser Erfolg ist für Daniel Meech und den erst zehnjährigen braunen Hengst der bisher größte Erfolg ihrer Laufbahn.


Daniel Meech triumphierte beim "Großen Preis" von Kuala Lumpur auf Diagonal, als er im Stechen siegte.

 
(Westfälische Nachrichten 5. Oktober 2004)

 

"Erster Start nach Athen erfolgreich"

 
Gronau. Erstmals nach den Olympischen Spielen in Athen war Daniel Meech mit seinem Olympiapferd Diagonal wieder bei einem internationalen Turnier am Start. Beim CHI in Donaueschingen ritt er am vergangenen Wochenende zunächst in der Springprüfung zur Team-Wertung der Riders Tour, da dieses Springen gleichzeitig Qualifikation zum Großen Preis war. Meech und Diagonal präsentierten sich in einer Superform und mussten am Ende nur Ludger Beerbaum mit Goldfever und Bernardo Alves (Brasilien) mit Corino den Vortritt lassen. Durch diesen Erfolg war die Paarung automatisch für den Großen Preis qualifiziert.

Am Sonntag in der ersten Runde des Großen Preises unterlief der Paarung dann ziemlich früh ein Fehler.

 
Aber so konnte Meech noch reagieren und beendete den Rest des Parcours in einer schnellen Zeit. Da sich in diesem Springen die besten zehn Paare für das Stechen qualifizieren konnten, war die gute Zeit für Meech ausschlaggebend dafür, dass er mit Diagonal das Stechen erreichte, denn es gab sechs Null-Fehler-Ritte aus der ersten Rund. Das Stechen absolvierte die Paarung dann ohne Fehler, konnte sich aber auf Grund des Fehlers aus der ersten Runde, der mitgezählt wurde leider nicht weiter nach vorne schieben. Doch auch der siebte Platz, für den Meech Punkte in der Riderstourwertung bekommt, ist für den Gronauer Reiter nach Athen wieder ein toller Erfolg.
 
 
(Westfälische Nachrichten September 2004)

 

"Atmosphäre war unbeschreiblich"
Olympia-Reiter Daniel Meech aus Athen zurückgekehrt/Stolz auf Abschneiden

 
-ah-
Athen / Gronau. Der 17-tägige heiße Wettstreit um Gold, Silber und Bronze ist vorüber, das olympische Feuer in Athen erloschen. Doch die Eindrücke der Olympischen Spiele werden Daniel Meech immer in Erinnerung bleiben. Immerhin war eine Medaille für den in Gronau sesshaften Neuseeländer zum Greifen nahe.
     Mit einem lachenden und einem weinenden Auge schaut der 30-jährige Reiter, der am späten Montagabend aus Athen heimkehrte, auf die Ereignisse der letzten Tage zurück, die in seinem Kopf immer noch wie ein Film ablaufen. Immer mehr wird ihm bewusst, was er im olympischen Finale der Einzelreiter auf Diagonal erreicht hat. Aber auch, was er hätte erreichen können. "Ich stand so knapp vor einer Medaille", meint Meech und hält Daumen und Zeigefinger nur wenige Millimeter auseinander. Dabei hatte er zuvor nur vage überhaupt auf das Erreichen des Finales gehofft und an Gold, Silber oder Bronze nicht den geringsten Gedanken verschwendet.
     Nachdem Daniel Meech am ersten Turniertag bereits drei Abwürfe zu Buche stehen hatte, schaffte er auf Grund guter Resultate, im Mannschaftsspringen, noch den Einzug ins Finale, für das ihm zwei Tage blieben, "meinen müden Braunen" wieder aufzupäppeln. Sein persönliches Ziel, das ihm bei der Olympiade in Atlanta vor acht Jahren versagt geblieben war, hatte er damit bereits erreicht.
     Während im ersten Finalumlauf zahlreiche namhafte Reiter überraschenderweise große Schwierigkeiten offenbarten, belegte der für den Turnierstall Hans-Jürgen Klaas reitende Neuseeländer nach einem abwurffreien Ritt zunächst den dritten Platz. Fernsehzuschauer in aller Welt fragten sich überrascht: Wer bitte ist Daniel Meech? Lediglich eine Zeitüberschreitung hatte ihm einen Fehlerpunkt beschert.
     Ebenso wie die erstplatzierte Jessica Kürten (Irland), im Mai noch Gast beim Turnier des LZRFV Gronau, rückte der Gronauer für einige Stunden ins olympische Rampenlicht und wurde von Vertretern aus Presse, Funk und Fernsehen umlagert. Auch in Gronau drückten seine Fans ihm euphorisch die Daumen. Die Frage, wie es zu diesem Erfolg gekommen sei, beantwortete derweil Daniel Meech im Markopoulo-Zentrum gelassen: "Seitdem ich bei Hans-Jürgen Klaas tätig bin, habe ich mit den Pferden zielstrebig auf diese Olympischen Spiel hingearbeitet", ließ er die Medienvertreter wissen. "Ich war überzeugt, dass wir in der Lage sind, im Kreise der so genannten Großen mitzuhalten und den wirklich sehr anspruchsvollen Parcours fehlerfrei zu meistern", ergänzte er.

 
 
Trotz der fast 45 Grad im Schatten hatte der Hengst im ersten Umlauf frisch gewirkt und sich keineswegs von der Kulisse beeindrucken lassen. Zielstrebig war er auf die Hindernisse zugegangen - von Nervosität bei Ross und Reiter keine Spur.
     Nachdem Diagonal im ersten Umlauf alles gegeben hatte, leistete sich der "Braune" abends im zweiten Springparcours aber 13 Fehlerpunkte, wodurch das Gespann auf Rang 13 zurückfiel. Abrupt fand der unverhoffte Medaillentraum des 30-Jährigen ein Ende. Trotz anfänglicher Enttäuschung hatte Daniel Meech allen Grund zur Freude, war dies doch immerhin das bisher beste Ergebnis eines neuseeländischen Reiters bei Olympia überhaupt.
     Krönender Höhepunkt der Spiele war für alle Sportler die große Abschlussfeier am Sonntagabend. "Die Atmosphäre im Olympiastadion war unbeschreiblich, einfach umwerfend. In diesen Augenblicken wurde mir klar, was ich auf Diagonal erreicht habe", bekennt Meech voller Stolz.
     Das große Highlight des Jahres ist vorbei - nun kehrt für Meech wieder der Alltag ein. "Nach dem Stress der letzten Monate, in denen ich quasi bis zuletzt um die Nominierung bangen musste, ist jetzt erst mal relaxen angesagt. Auch Diagonal hat sich eine entsprechende Pause redlich verdient", so der Neuseeländer, dessen nächstes großes Ziel die Teilnahme am World Cup Finale (Indoor) im April 2005 in Las Vegas ist.

Souvenir aus Athen: Die Decke mit den olympischen Ringen wird bei Daniel Meech sicher einen Ehrenplatz erhalten.


(Westfälische Nachrichten 2. September 2004)

 

Meech verliert im zweiten Umlauf Bronzemedaille
Gronauer Reiter in Athen Olympia-Zwölfter

 
-kvb-
Athen / Gronau. Er hatte schon eine Hand an der Medaille - doch am Ende reichte es für Daniel Meech "nur" zu Rang zwölf in der Einzelwertung des Springreitens bei den Olympischen Spielen in Athen. Dass bei dem für Neuseeland startende Gronauer gestern Abend trotz eins zuvor kaum zu erwartenden Resultats zunächst die Enttäuschung überwog, war verständlich. Denn nach dem ersten Durchgang hatte Meech mit Diagonal ohne Abwurf und mit nur einem Strafpunkt für Zeitüberschreitung sensationell noch auf dem Bronze-Rang gelegen. Doch im zweiten Umlauf wirkte Meech als drittletzter Starter nervös, patzte an drei Hindernissen und handelte sich insgesamt 13 Strafpunkte ein. Damit fiel er noch auf den zwölften Platz zurück.

(Westfälische Nachrichten 28. August 2004)

 

Daniel Meech wurde gestern in Athen Olympia Zwölfter.

 


 

Meech in Athen im olympischen Finale
Neuseeländer erreicht als 29. Runde der besten 45 Reiter

 
-pd/kvb-
Athen / Gronau. Der für den LZRFV Gronau startende Neuseeländer Daniel Meech hat es nach dem etwas verkorksten Auftaktspringen, bei dem er am vergangenen Freitag 13 Strafpunkte kassierte, doch noch geschafft, in der Einzelwertung das Finale der Olympischen Spiele in Athen zu erreichen. In der Teamwertung musste sich das neuseeländische Quartett am Dienstagabend zwar mit Platz zwölf begnügen, während die deutsche Equipe ihre Goldmedaille feierte. Doch durch zwei Super-Runden mit seinem Pferd Diagonal konnte er sich in der Einzelwertung vom zuvor 63. Platz auf den 29. Rang vorschieben und sich für das Finale der besten 45 Reiter qualifizieren.
     In der ersten Runde am Vormittag unterlief der Paarung in dem anspruchsvollen Parcours ein Springfehler, dazu kamen zwei Punkte für Zeitüberschreitung. Dennoch schob sich Meech damit schon auf den 45. Rang vor. Am Abend dann, als verschiedene Hindernisse noch etwas erhöht und verbreitert wurden, legte der Gronauer mit seinem braunen Hengst als einer von wenigen Starten eine Nullrunde hin und kassierte lediglich einen Strafpunkt für Zeitüberschreitung. Nach insgesamt drei Qualifikationen hatte Meech somit 20 Strafpunkte auf dem Konto, was Rang 29 bedeutete.

 

Der für Neuseeland startende Gronauer Daniel Meech hat sich mit einem starken Auftritt im Mannschaftsspringen für das Einzelfinale qualifiziert.

 
Im Finale am morgigen Freitag werden die Karten neu gemischt, denn die Strafpunkte aus den Qualifikationen werden nicht mit ins Finale genommen, sondern jeder fängt bei null wieder an. Jedoch muss er dort nach der ersten Runde unter den 20 besten Reitern sein, um den entscheidenden Durchgang zu erreichen. Ob auch dieses Unternehmen gelingt bleibt abzuwarten, und eine Medaille rechnet sich Meech nicht aus. Doch allein das Erreichen des Finales ist für die Paarung nach dem Verletzungspech der letzten Monate schon eine Topleistung.


(Westfälische Nachrichten 26. August 2004)

 

Feuer und Flamme für Athen
Daniel Meech (RV Gronau) nimmt zum zweiten Mal an Olympischen Spielen teil

 
Gronau / Athen. 108 Jahre nach den ersten Olympischen Wettkämpfen der Neuzeit kehren die Spiele in ihr Ursprungsland zurück. Nach der Hektik der letzten Monate, in denen die Ausrichter die Olympia-Stätten herrichten und rund 10500 Athleten aus 202 Ländern bis zuletzt um ihr Ticket kämpfen mussten, freuen sich nun alle Beteiligten auf die heutige Eröffnungsfeier, in deren Verlauf das Olympische Feuer entfacht wird.
     Feuer und Flamme für die 28. Olympischen Sommerspiele in Athen ist mittlerweile auch Daniel Meech. Dabei stört es ihn nicht, dass er die dreistündige Eröffunszeremonie heute noch am Fernseher im heimischen Gronau verfolgen wird. "Gemeinsam mit den deutschen Springreitern werde ich erst am Sonntag vom Flughafen Münster/Osnabrück aus nach Griechenland fliegen. Die Pferde, darunter auch Diagonal folgen zwei Tage später", erläutert der Neuseeländer, dessen Nominierung durch den neuseeländischen Chef de Equipe, Jeff Mc-Vean, Anfang Juli beim Nationenturnier im schwedischen Falsterbo erfolgte. Gemeinsam mit drei anderen Neuseeländern wird er für sein Heimatland im Mannschaftsspringen starten.
     Der 30-Jährige betritt aber keineswegs Neuland. Als "Inselreiter" schnupperte er bereits 1996 in Atlanta olympische Luft. "Damals war ich noch sehr jung, unerfahren und auf mich allein gestellt, so dass ich auf Future Vision über die Qualifikationsspringen nicht hinaus kam. Die Voraussetzungen für eine gute Platzierung sind dieses mal wesentlich besser, auch wenn es beim Top-Starterfeld natürlich nicht einfach werden wird. Chancen hat man eigentlich nur, wenn alles von Anfang an optimal läuft", meint Daniel Meech, der in Gronau für den Turnierstall Klaas reitet.
     Dabei setzt er in Athen voll und ganz auf den zehnjährigen Braunen Diagonal, auf dem er letztes Jahr beim Turnier in Aachen für die neusseeländische Mannschaft das Ticket zur Olympiade 2004 löste.

 

Daniel Meech auf Diagonal: Die Eröffnungsfeier verfolgt er heute am Fernseher, ehe er am Sonntag zu den Olympischen Spielen fliegt.

 

"Diagonal ist momentan absolut fit und erzielte bei den Turnieren in San Patrignano (Italien) und Gera gute Platzierungen", erläuterte der Neuseeländer, der in den letzten Wochen noch die Fähigkeiten des Pferdes bei Flutlichtspringen und heißem Wetter testete.
      Die derzeit warmen Temperaturen in Griechenland können in der Tat ausschlaggebend für Ross und Reiter werden, wenn es darum geht, wer das Finale im Markopoulo-Zentrum im Einzel am 27. August erreicht. "Eine schlechte Runde im Qualifikationsspringen am 22. August oder im Mannschaftsspringen am 24. August, und das Finale rückte in weite Ferne", weiß der Neuseeländer aus olympischer Erfahrung, was ihn erwartet.
     Dennoch blickt er erwartungsvoll seinem Start entgegen. Seine eigene Fitness steigerte er in den letzten Wochen durch Joggen und Schwimmen. Allein die Teilnahme an den Spielen ist für ihn und Diagonal eine ganz besondere Herausforderung, eine gute Platzierung wäre ein Meilenstein in seiner Laufbahn.


(Westfälische Nachrichten 13. August 2004)

 

Meech plant für Athen
Reiter vom RV Gronau für die Olympischen Spiele qualifiziert

 
Gronau. Für den Neuseeländer Daniel Meech vom LZRFV Gronau ist ein Traum in Erfüllung gegangen. Nach dem internationalen Turnier in Falsterbo (Schweden) wurde er jetzt vom neuseeländischen Chef de Equipe offiziell in den Olympiakader für Athen berufen.
   Meech, der bereits im Juni letzten Jahres einen maßgeblichen Anteil daran hatte, dass sich die Neuseeländer mit der Mannschaft in Aachen für Olympia 2004 qualifizieren konnten, hatte in der Vorbereitungsphase zwei Mal Pech, da sich sein Pferd verletzte und zu einer Trainingspause gezwungen wurde. Bis zum Schluss musste er bangen, ob Diagonal rechtzeitig wieder fit werden würden.
   Doch schon ein erster Test im Juni in Hachenburg, bei dem die Paarung Meech/Diagonal in einem Springen nur Zeitfehler und in einem anderen Springen lediglich einen Abwurf kassierte, zeigte, dass sich das Pferd langsam wieder an seine alte Form herantastet.
   Auch in Falsterbo, wo katastrophale Wetterverhältnisse herrschten, konnte sich Meech mit Diagonal nach einem einzigen Springfehler für den "Großen Preis" qualifizieren, in dem er jedoch nach zwei Springfehlern zwecks Schonung des Pferdes aufgab.

 
   Der neuseeländische Teamchef ist jedoch davon überzeugt, dass das Pferd bis zu den Olympischen Spielen seine alte Form wieder findet. Durch konstantes Training und Teilnahme an den nächsten internationalen Turnieren in Deutschland (Spangenberg und Gera) will Meech das Pferd für die großen Aufgabe aufbauen.

Es sieht gut aus für Daniel Meech: In Athen soll er auf Diagonal die Farben Neuseelands vertreten.
Foto: -ah-

 
(Westfälische Nachrichten 17. Juli 2004)

 

Meech hat noch keine olympischen Ringe unter den Augen
Gronauer Reiter fiebert der Nominierung Ende Juni entgegen

 
Von Angelika Hoof
 
Gronau/Athen. Der Countdown läuft: 62 Tage sind es noch, bis die Olympischen Spiele 2004 am 11. August in Athen eröffnet werden und die besten Athleten der Welt 18 Tage lang im Wettstreit um Titel und Medaillen aufeinander treffen.
   Kein Sportereignis begeistert so viele Menschen, bietet so viele verschiedene Sportarten an einem Platz. Viele sehnen dieses Ereignis schon lange herbei, um die Wettkämpfe in den Stadien live oder aber zu Hause am Fernseher mitverfolgen zu können.
   Tausende von Sportlern haben monatelanges, hartes Training investiert, um sich für Olympia zu qualifizieren. Ein Wunsch, der sich schon bald für den Gronauer Reiter Daniel Meech erfüllen könnte.
   Bereits im Juni 2003 stellte der für den Turnierstall Hans-Jürgen Klaas reitende Neuseeländer sein Können unter Beweis, als er auf DIAGONAL beim Turnier von Aachen mit der neuseeländischen Mannschaft das Ticket zur Olympiade 2004 löste.
   "Für uns war das natürlich eine Riesenerfolg", blickt Meech gerne zurück. Seit diesen Tagen in Aachen lässt ihn der Gedanke an Olympia 2004 nicht mehr los, obwohl er keine olympischen Ringe unter den Augen hat. Noch nicht.
   "Welche vier Reiter unseres zehnköpfigen A-Kaders jedoch für Neuseeland in Athen starten werden, wird durch unseren Chef de Equipe, Jeff Mc-Vean, erst Ende Juni festgelegt. Er befindet sich derzeit in Europa und nimmt Sichtungen vor", erläuterte Meech, der ebenso wie seine neuseeländischen Mitstreiter die letzten Wochen vor der Nominierung nutzt(e), um sich durch gute Leistungen auf internationalen Turnieren für das Aufgebot zu empfehlen.
   Die Chancen stehen für den 30-Jährigen momentan recht gut, konnte er beim Turnier im französischen Mabeuge, beim Nationenpreis in Kopenhagen und Linz

 

 

Auf DIAGONAL möchte Daniel Meech im August die neuseeländischen Farben bei der Olympiade vertreten. Foto: -ah-
 
sowie beim Speed-Derby in Hamburg auf DIAGONAL, auf INDECIS DES SIX CENSES und auf POLYMIRO durchweg vordere Platzierungen erzielen.
   Darüber hinaus verfügt der Neuseeländer bereits über olympische Erfahrungen, war er doch bereits 1996 als "Inselreiter" bei der Olympiade in Atlanta mit von der Partie. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil für Meech.
   "Ob es diesem Jahr ein zweites Mal klappt, muss ich abwarten. Ross und Reiter bilden im Reitsport ein Team. Im Gegensatz zu anderen Sportarten müssen beide hunderprozentig fit sein, um Erfolg zu haben. Da DIAGONAL im Frühjahr Pech hatte, habe ich ihn zuletzt geschont", erläuterte Meech, der auch Kapitän der neuseeländischen Mannschaft ist.

(Westfälische Nachrichten 12. Juni 2004)

 

Meech überzeugt im "Preis von Westfalen"

 
Gronau. Nachdem der für den LZRFV Gronau reitende Neuseeländer Daniel Meech mit Diagonal Anfang diesen Jahres bereits auf den internationalen Turnieren in Neustadt-Dosse (4. Rang) und Leipzig (6. Rang im Championat von Leipzig) platziert war, gönnte er dem Pferd, mit dem er die neuseeländischen Farben in Athen bei den Olympischen Spielen vertreten will, eine sechswöchige Turnierpause und startet erst wieder beim internationalen Turnier in der Dortmunder Westfalenhalle.
Dort wechselten sich Licht und Schatten ab. Zunächst ritt Meech Diagonal im Eröffnungsspringen und kassierte nach einer guten Runde einen Pechfehler, was eine Platzierung zunichte machte. Tags darauf jedoch gelang es ihm nach einer überzeugenden Runde im "Preis von Westfalen" ohne Strafpunkte zu bleiben und qualifizierte sich so für das Stechen, was außer ihm noch sieben weitere Reiter erreichten. Als drittes Paar mussten Meech und Diagonal in den Parcours. Nach dem zweiten Sprung rutschte Diagonal aus und knickte mit dem linken Hinterbein um. Das kostete wertvolle Zeit. Und auch vor dem letzten Sprung kam er vor der Wendung ins Rutschen und kassierte dort einen Fehler. Heraus sprang letztlich ein siebter Platz in diesem schweren Springen, in dem schon Ludger Beerbaum mit Goldfever, Lars Nieberg und auch Otto Becker mit dem Normalparcours gehadert hatten.

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Das böse Erwachen folgte für Meech am nächsten Tag, als er morgens sein Pferd aus der Box holte. Um es für den "Großen Preis" vorzubereiten: Diagonal lahmte. Nach einer ärztlichen Kontrolle war gewiss, dass zwar keine Bänder gerissen sind, aber eine Dehnung vorliegt, die eine mehrwöchige Pause für Diagonal bedeutet.

 

Daniel Meech erreichte beim "Preis von Westfalen" das Stechen und ist froh, dass sich Diagonal nicht - wie zunächst befürchtet - die Bänder gerissen hat.

Foto: -ah-

 
(Westfälische Nachrichten 20. März 2004)

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